Farbkonzept BA2
Freie Waldorfschule München Südwest, 2020 – 2022
in Zusammenarbeit mit Christian Wichmann
Rudolf Steiner misst den Farben, die den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung begleiten, eine große Bedeutung zu. Er spricht von der Farbe als unendliche Vertiefung der Menschenseele. Im Vordergrund steht für ihn das Wesen der Farbe, welches das Empfindungsleben bestimmt. Dabei entwickelt Steiner eine Farbfolge vom Dunkeln – dem Intensiven, hin zum Hellen, dem Seelischen und dem Geistigen.
Dieses Prinzip wurde auf vier Lernlandschaften, die unterschiedliche Altersstufen von der 5. bis zur 12. Klasse beherbergen, mit den Grundfarben Rot, Gelb, Grün und Blau angewendet.
Die Intensität der Farben spiegelt die natürlichen Lichtverhältnisse von dunkel zu hell wider und stärkt somit die Wahrnehmung des Raums.
Die Formensprache innerhalb der Lerncluster ergänzt das Farbkonzept und geht auf die Entwicklung des Kindes ein. Sie verändert sich von runden und weichen Formen, die Geborgenheit vermitteln, über irritierend schräge Linien mit spitzen Winkeln zu orthogonalen, tektonisch gefügten Flächen und schließlich zu einem stilisierten Horizont, der ein Gefühl von Weite erzeugt.
Foto: Massimo Fiorito















