Freie Waldorfschule München Südwest
Neubau eines Theatersaals mit Unterrichtsräumen, 2022 – 2026
in Zusammenarbeit mit TOBOR Architekten
Die Freie Waldorfschule München Südwest e. V. hat auf ihrem Schulcampus einen Theatersaal mit Foyer und Nebenräumen, drei Unterrichtsräumen, einer Garage sowie einer Treppen- und Terrassenanlage errichtet.
Der dreigeschossige Neubau gliedert sich in die Baukörper „Foyer“ und „Theatersaal“.
Der Theatersaal tritt dabei als eigenständiges Volumen hervor. Seine grob verputzte und in verschiedenen Gelb-Gold-Tönen beschichtete Fassade folgt dem Motiv geschichteter Sedimente, erzeugt trotz seiner Größe eine lebendige Oberfläche und stärkt den monolithischen Charakter des Baukörpers. Das Foyer funktioniert als Schnittstelle zwischen dem bereits bestehenden Unterrichtsgebäude und dem Theatersaal. Über die großzügige Verglasung ist es deutlich als Eingangsbereich ablesbar.
Die Haupterschließung erfolgt vom Schulhof über eine großzügige Freitreppe mit Sitzstufen und eine Terrasse im 1. OG ins Foyer und auch direkt in das bereits bestehende Schulgebäude. Nebeneingänge befinden sich in der Garage und ebenerdig vom Pausenhof. In jedem Geschoss besteht zudem eine direkte Verbindung zwischen dem Neubau und dem angrenzenden Schulgebäude.
Eine offene Innentreppe und ein barrierefreier Aufzug im Foyer beziehungsweise in der Pausenhalle verbinden die Geschosse.
Der Theatersaal gliedert sich in den Bühnenbereich, ein ebenes Parkett mit loser Bestuhlung sowie eine abgetreppte Tribüne und Empore, beide mit fest montierter Bestuhlung. Er fasst bis zu 480 Besucher.
Die Vorbühne besteht aus mobilen Elementen, so dass der Parkettbereich erweitert und für Konzerte, Tanzveranstaltungen, Abschlussfeiern usw. genutzt werden kann.
Bei Errichtung einer mobilen Tribüne auf der Bühnenfläche kann der Parkettbereich auch als zentrale Darstellungsfläche (z. B. für Zirkus) genutzt werden.
Die Empore ist über eine Innentreppe im Saal erschlossen. Der Raum unterhalb der Treppe dient als Stuhllager.
Die Deckenbekleidung ist für die Anforderungen an Akustik, Beleuchtung und Be- und Entlüftung des Saals konzipiert und verbirgt die technischen Installationen der Bühnentechnik.
An der Decke über Bühne und Parkett befinden sich Traversen, die Beleuchtungs- und Tontechnik aufnehmen.
Das Foyer erstreckt sich über die gesamte Höhe der Nachbarbaukörper und dient im Schulbetrieb als Pausenhalle sowie als Erschließungsfläche für die angrenzenden Unterrichtsräume. Es kann zusätzlich für Veranstaltungen wie Ausstellungen, Präsentationen von Jahresarbeiten und für Schulveranstaltungen (Theater, Zirkus, Konzerte, Chor usw.) und auch externe Veranstaltungen genutzt werden.
Ein Mehrzweckraum im 1. OG kann zur Vorbereitung für Bühnenauftritte genutzt werden. Um für die Darsteller eine nicht einsehbare Verbindung zwischen Mehrzweckraum und Seitenbühne herzustellen, kann der nördliche Bereich des Foyers mit einem blickdichten Vorhang abgetrennt werden.
Neben einer Garderobe für den Musik- und Eurythmieunterricht stehen eine mobile Theke und eine Küchenzeile für interne und externe Veranstaltungen zur Verfügung.
Foto: Dominik Giggler















